Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Diese Unterrichtsmaterialien ermöglichen die Auseinandersetzung mit den Themen biologische und soziale Geschlechter, Geschlechteridentitäten und sexuelle Orientierung. Vielfältige Lebensweisen sollen sichtbar gemacht werden und somit die Toleranz der Schülerinnen und Schüler für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stärken.

  • Sekundarstufe I
  • variabel
  • Interaktives Quiz
  • 1 Arbeitsmaterial

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Im Laufe der Pubertät nehmen Schülerinnen und Schüler eigene körperliche und psychische Veränderungen wahr, entdecken solche Veränderungen auch bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und erkennen Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten in diesen Entwicklungsschritten. Diversität findet sich im Klassenzimmer sowie in der gesamten Gesellschaft: Schülerinnen und Schüler sollen im Schulklima erleben, dass Sexualität zum individuellen und gemeinschaftlichen Leben gehört und in angemessener Sprache offen thematisiert werden kann.

Das Unterrichtsmaterial will dazu einen Beitrag leisten und behandelt die folgenden Schwerpunkte:

  • Biologische Geschlechter (englisch sex) beziehungsweise Geschlechterspektrum (genetisch weiblich, genetisch männlich, intergeschlechtlich)
  • Soziale Geschlechter (englisch gender) beziehungsweise Geschlechteridentitäten (cis Frau, cis Mann, nicht-binär/agender/geschlechtsneutral, transgeschlechtlich/transsexuell und transgender)
  • Sexuelle Orientierungen (Asexualität, Bisexualität, Demisexualität, Heterosexualität, Homosexualität, Pansexualität)
  • Geschlechterrollen als soziales Konstrukt (gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen, Stereotype, Geschlechtszugehörigkeiten)
  • Ausdruck der eigenen Persönlichkeit (Individualität und Einmaligkeit der Person, Stärkung des Selbstbildes und der Selbstwahrnehmung)

Didaktisch-methodischer Kommentar

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als Thema im (Sexualkunde-)Unterricht und als schulisches Leitbild

Kinder in Deutschland lernen bereits früh in der Kommunikation und Interaktion mit anderen Menschen, dass Zweigeschlechtlichkeit in unserer Gesellschaft die vorherrschende Norm ist. "Die Idee eines natürlichen und damit unveränderlichen Junge- oder Mädchen-Seins mit scheinbar vorgegebenen jungen- und mädchenspezifischen Begabungen und Eigenschaften führt aber auch häufig dazu, dass Begrenzungen entstehen und Potentiale eingeengt werden. Zudem kann es zu Erfahrungen von Abwertung und Ausgrenzung kommen, wenn Kinder und Jugendliche Normen in Bezug auf Körper, Identität, Begehren oder Verhalten nicht entsprechen.

Ziel der Sexualerziehung ist, Schülerinnen und Schülern ein offenes, diskriminierungsfreies und wertschätzendes Verständnis für die Verschiedenheit und Vielfalt der partnerschaftlichen Beziehungen, sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten in unserer Gesellschaft zu vermitteln. [...] Wenn Sexualerziehung Schülerinnen und Schüler zu verantwortlichen Entscheidungen im Hinblick auf Sexualität befähigen will, kann sie sich nicht auf Wissensvermittlung (Sexualkunde) beschränken. Sie kann nur gelingen, wenn Lehrkräfte sich als Aufklärende begreifen, die den Auftrag haben, den Schülerinnen und Schülern das Thema Sexualität, sexuelle Selbstbestimmung und sexuelle Vielfalt im Rahmen der Werteordnung des Grundgesetzes und der Menschenwürde nahezubringen" (Lehrplan Sexualerziehung für allgemeinbildende und berufliche Schulen in Hessen, Seite 3 f.).

Anzustreben ist ein schulisches Leitbild, das sich für die Akzeptanz verschiedener sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten einsetzt.

Didaktisch-methodische Hinweise

Durch ansprechende Infotexte und vielseitige Aufgabenformate (Zuordnungsaufgaben, Diskussionsrunden, Recherche zur LGBTQIA+ Community) erarbeiten und festigen die Schülerinnen und Schüler die Inhalte zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt. Zur Vertiefung der Inhalte können die gleichnamigen interaktiven Übungen bearbeitet werden.

Die ausführliche Lehrkräfte-Info finden Sie auf den ersten Seiten des Materialpakets.

Gesamtdownload

Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erwerben Wissen zur Vielfalt der Lebensweisen, sexuellen Orientierungen und der Geschlechter.
  • reflektieren gesellschaftliche und auch ihre persönlichen Vorstellungen von Normalität.
  • setzen sich mit verschiedenen Begrifflichkeiten im inhaltlichen Zusammenhang auseinander und können diese mit eigenen Worten erklären.
  • verstehen, dass es sich bei Geschlechterrollen um ein von der Gesellschaft erschaffenes Konstrukt handelt.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erkennen sprachliche Diskriminierung im Zusammenhang mit Geschlechteridentitäten und sexueller Orientierung, und entwickeln Sensibilität in ihrem spezifischen Sprachgebrauch.
  • erkennen die Subjektivität von Gefühlen und Perspektiven und werden in der Toleranz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt gestärkt.

Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

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